Curni - Corne - Kornegge: Körne

Im Jahre 989 wurde Körne erstmals urkundlich erwähnt - damals noch unter dem vollmundigen Namen "Curni". Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich diese Bezeichnung zunächst 1316 in "Corne", um dann - wir schreiben das Jahr 1469 - zum "Korneyge" zu werden, aus dem sich schließlich das heutige "Körne" entwickelte.

Über die Bedeutung des Namens "Körne" gibt es einige Theorien: Für die einen stammt das Wort von kurn ab, was soviel wie Mühle oder Handmühle bedeutet, während andere den Namen von der nahegelegenen Siedlung Kurl und dem Quellgebiet des Körnebaches ableiten.
Die Körner Steele - gestiftet vom Körner Gewerbeverein
Die Körner Steele - gestiftet vom Körner Gewerbeverein

Dortmund zur Zeit des 30 jährigen Krieges
Dortmund zur Zeit des 30 jährigen Krieges
Die erste urkundliche Erwähnung Körnes ist mit dem 09. Februar 989 datiert. An diesem Tag schlichtete König Otto III. einen Erbstreit zwischem dem Kloster Borghorst und der edlen Frau Bertheida, deren Mutter die Stifterin des Klosters war.

Die nächste Urkunde stammt aus dem Jahr 1230. Hierin wird kund getan, das der ehemalige Reichshof Curni in den Besitz des Erzbischofs von Köln übergegangen ist.

Jahrhundertelang war Körne nur eine Bauernschaft vor den Toren Dortmunds - ohne eigene Kirche oder Schule. Erst zur Zeit der Industrialisierung zeigten sich erste Anzeichen für einen Wandel.

Durch den Bau der Eisenbahnstrecke Hamm - Dortmund im Jahr 1847, die Körne im Norden berührte, begann die Einwohnerzahl, die bisher bei ca. 140 Seelen gelegen hatte, sprunghaft zu steigen.

Die erste Fabrik in Körne war die Kesselschmiede von Wilhelm Schäfer, die 1856 gegründet wurde.
Die Gründerjahre - 1850 - 1875
Die Gründerjahre - 1850 - 1875

Die Düsterstraße im Jahr 1911
Die Düsterstraße im Jahr 1911
In den folgenden Jahrzehnten kamen weitere Fabriken, wie z. B. die Zinkhütte (1860), hinzu, so daß sich nach und nach die ehemalige Bauerngemeinde in eine Industriegemeinde verwandelte.

Durch die Industrialisierung stieg die Bevölkerungszahl explosionsartig, so dass 1886 ein Schulhaus eigerichtet werden mußte, dem 1899 eine zweite Schule - die Uhlandschule an der Heilbronnerstrasse - folgte.

Eine eigene Kirche erhielt Körne erst 1905 - die katholische Liborikirche. Die erste evangelische Kirche auf Körner Boden ist die Heliand-Kirche, die 1934 errichtet wurde.



Im Jahr 1905 wurde Körne eingemeindet und vergrößerte und bereicherte damit den in diesen Jahren stetig wachsenden Ortskern Dortmunds.

Heute ist das direkt an der alten Handelsstrasse "Hellweg" gelegene Körne fast schon ein Teil der Innenstadt, wobei es jedoch seinen Flair behalten hat.
Die Weide an der Liboristraße - 1955
Die Weide an der Liboristraße - 1955


www.koerne-dortmund.de - e-mail