Hilfen: Unterricht - Elterninitiative wahrnehmungsgestörter Kinder (ADS - HKS) Dortmund

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Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom im Unterricht

Aufmerksamkeitsschwache Kinder benötigen einen sehr strukturierten Unterricht. Plazieren Sie ein ADS-Kind möglichst weit vorne (Platz in der ersten Reihe), so daß Sie immer Blickkontakt und persönliche Ansprache haben. Wenn Sie sich im Klassenraum bewegen mit nonverbaler Verhaltensform das Kind immer wieder zum "Ausgangsgeschehen hin richten".

Aufmerksamkeit anmahnen nützt nichts. Das ADS-Kind weiß nicht, was Aufmerksamkeit ist. Aufmerksamkeit immer wieder neu aufbauen durch Anschauen, Anlächeln, Nicken, Namensaufruf. Anweisungen durch festen Griff an den Schultern verstärken. Dabei Blickkontakt halten. Nicht längere Zeit vor sich hinwursteln lassen. Der Schüler muß merken, daß er mit seinen Problemen dem Lehrer nicht gleichgültig ist, daß der Lehrer bereit ist, sich für ihn zu engagieren.


Der Lehrer sollte sich in seinem Verhältnis zum ADS-Kind "liebevoll-stur" zeigen. Harte Grenzen, konsequent auf keine Diskussion eingehen. Geben Sie dem Schüler eine feste Struktur.

Das Kind hat sehr unter seinen eigenen Stimmungs- und Leistungsschwankungen zu leiden. Es bringt nichts, es immer wieder auf seine Defizite hinzuweisen. Verstärken Sie seine Anstrengungsbereitschaft und nicht nur die Handlungsergebnisse, auch bei für andere Kinder selbstverständlichen Verhalten, z. B. Durchhalten, Einfügen, Einsicht, Übersicht. An den schlechten Tagen Leistungsanforderungen herabsetzen auf das Maß, das sicher erbracht werden kann. Konsequent Leistungen verlangen, auch an den schlechten Tagen.

Aufgaben teilen. Lieber einen Teil der Arbeit richtig, als die ganze Arbeit falsch machen lassen. Längere Arbeitszeit einrechnen. Das ADS-Kind tut nur das, was ausdrücklich verlangt und kontrolliert wird. Allgemeine Anweisungen wie "Schaut euch das noch einmal an!" gelten als nicht gesagt!

Das Kind mit dem ADS-Syndrom mit Hyperaktivität stört und zappelt nicht mit Absicht. Bei näherem Hinsehen zeigt sich häufig eine gewisse Plan- und Ziellosigkeit in der Bewegung und in der Aktionsplanung. Aufmerksamkeit aufbauen durch kurze Bewegungseinlagen: Runde auf dem Schulhof, Tafel wischen, Blumen gießen, Buch im Lehrerzimmer holen.

ADS-Kinder haben ein sehr großes Erregungsniveau, zureden bringt nichts, bitten Sie das Kind, den Raum zu verlassen, bis es sich beruhigt hat. Kritisieren an Kleinigkeiten wie "setz dich jetzt mal schön hin" provoziert es.

Strafarbeiten helfen nicht, schreiben fällt dem Kind sehr schwer - der Schulkonflikt wird nach Hause verlagert. ADS-Kinder haben alle Probleme mit dem dosieren-können grober Kraft, speziell im graphomotorischen Umsetzungsbereich. Die Kinder brauchen sehr viel Kraft für den reinen Schreibprozeß und haben dann keine Fähigkeit mehr, sich um die Orthografie zu bemühen (Es wird dringend davon abgeraten, Notenabzug wegen der Schrift zu geben).


Oft leiden diese Kinder an mangelnder Selbstorganisation. Bitte stellen Sie das Kind nicht vor der Klasse bloß!
  • Es vergißt oft notwendige Bücher und Hefte einzupacken oder trägt alles mit sich herum, weil es Angst hat, es würde etwas vergessen. Machen Sie einen Plan.

  • Ist oft ungeschickt in Malen und Basteln. Loben Sie es für seine Ergebnisse. Es steigert seine Anstrengungbereitschaft für das nächste Mal.

  • Viele ADS-Kinder haben Teilleistungsschwächen im visuellen, auditiven und taktilen Bereich. Dies ist nicht ein Zeichen von Minderintelligenz und diese Kinder gehören trotz dieser Störungen nicht in die Sonderschule.

  • Alle ADS-Kinder haben in einem Spezialgebiet präzises und überdurchschnittliches Detailwissen entwickelt. Eltern und Lehrer sollen diese Kentnisse immer wieder betonen und hervorheben, auch vor Anderen. Dies führt zu großer Stärkung des Selbstbewußtseins.



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