Hilfen: Tipps Unterricht - Elterninitiative wahrnehmungsgestörter Kinder (ADS - HKS) Dortmund

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Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom: Tipps für den Unterricht

  • Das ADS-Kind ist ein richtiger Hans-Guck-in-die-Luft. Es hat wenig Ausdauer und Aufmerksamkeit, es neigt zu impulsoven Handlungen und es kann seine Arbeit nur schlecht organisieren. Seine Intelligenz ist normal bis überdurchschnittlich. In seinen Lieblingsgebieten erbringt das ADS-Kind freiwillig überdurchschnittliche Leistungen.

  • Platz in der ersten Reihe, möglichst keine Nebensitzer

  • Aufmerksamkeit anmahnen nützt nicht. Das ADS-Kind weiß nicht, was Aufmerksamkeit ist.

  • Aufmerksamkeit immer wieder neu aufbauen durch Anschauen, Anlächeln, Nicken, Namensaufruf.

  • Anweisungen durch festen Griff an den Schultern verstärken. Dabei Blickkontakt fordern.

  • Nicht längere Zeit vor sich hinwursteln lassen.

  • Bitte beachten: Die Verhaltens- und Leistungsschwankungen des ADS-Kindes sind viel stärker als bei anderen Kindern.

  • Konsequent Leistung verlangen, auch an den schlechten Tagen.

  • An den schlechten Tagen Leistungsanforderungen herabsetzen auf das Maß, das sicher erbracht werden kann.

  • Aufgaben teilen. Lieber einen Teil der Arbeit richtig, als die ganze Arbeit falsch machen lassen.

  • Längere Arbeitszeit einrechnen.

  • Arbeiten aus dem Unterricht und Hausaufgaben stets anschauen. Wird eine Arbeit nicht beachtet, wird sie das nächste Mal nicht mehr gemacht.

  • Das ADS-Kind tut nur das, was ausdrücklich verlangt wird. Allgemeine Anweisungen wie "Schaut euch das doch einmal an" gelten als nicht gesagt.

  • Positives Verhalten verstärken durch ausdrückliche Anerkennung. Was bei anderen Kindern selbstverständlich ist, z. B. Durchhalten, Einfügen, Einsicht, Übersicht, muß beim ADS-Kind gelobt werden.

  • Aufmerksamkeit aufbauen durch kurze Bewegungseinlagen, Runde auf dem Schulhof, Tafel wischen, Blumen gießen, Buch im Lehrerzimmer holen ...

  • Jedes ADS-Kind hat ein Spezialgebiet, für das es großes Interesse zeigt und reichlich Kenntnisse sammelt. Eltern und Lehrer sollen diese Kenntnisse immer wieder hervorheben, auch vor Anderen. Das gibt dem ADS-Kind die erfahrung, daß es nicht immer nur das Schlußlicht ist.

  • Viele ADS-Kinder haben Schwierigkeiten in der Kraftdosierung, verstärkt unter emotionaler Belastung. Sie schreiben daher besonders schlecht, wenn sie schnell und viel erledigen sollen. Dies läßt sich kaum ändern und sollte niemals zu einem Notenabzug führen.



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