- Das ADS-Kind ist ein richtiger Hans-Guck-in-die-Luft. Es hat wenig Ausdauer und
Aufmerksamkeit, es neigt zu impulsoven Handlungen und es kann seine Arbeit nur schlecht
organisieren. Seine Intelligenz ist normal bis überdurchschnittlich. In seinen
Lieblingsgebieten erbringt das ADS-Kind freiwillig überdurchschnittliche
Leistungen.
- Platz in der ersten Reihe, möglichst keine Nebensitzer
- Aufmerksamkeit anmahnen nützt nicht. Das ADS-Kind weiß nicht,
was Aufmerksamkeit ist.
- Aufmerksamkeit immer wieder neu aufbauen durch Anschauen, Anlächeln,
Nicken, Namensaufruf.
- Anweisungen durch festen Griff an den Schultern verstärken.
Dabei Blickkontakt fordern.
- Nicht längere Zeit vor sich hinwursteln lassen.
- Bitte beachten: Die Verhaltens- und Leistungsschwankungen des ADS-Kindes
sind viel stärker als bei anderen Kindern.
- Konsequent Leistung verlangen, auch an den schlechten Tagen.
- An den schlechten Tagen Leistungsanforderungen herabsetzen auf das Maß,
das sicher erbracht werden kann.
- Aufgaben teilen. Lieber einen Teil der Arbeit richtig, als die ganze Arbeit falsch machen
lassen.
- Längere Arbeitszeit einrechnen.
- Arbeiten aus dem Unterricht und Hausaufgaben stets anschauen. Wird eine
Arbeit nicht beachtet, wird sie das nächste Mal nicht mehr gemacht.
- Das ADS-Kind tut nur das, was ausdrücklich verlangt wird. Allgemeine
Anweisungen wie "Schaut euch das doch einmal an" gelten als nicht gesagt.
- Positives Verhalten verstärken durch ausdrückliche Anerkennung.
Was bei anderen Kindern selbstverständlich ist, z. B. Durchhalten, Einfügen,
Einsicht, Übersicht, muß beim ADS-Kind gelobt werden.
- Aufmerksamkeit aufbauen durch kurze Bewegungseinlagen, Runde auf dem Schulhof,
Tafel wischen, Blumen gießen, Buch im Lehrerzimmer holen ...
- Jedes ADS-Kind hat ein Spezialgebiet, für das es großes Interesse zeigt
und reichlich Kenntnisse sammelt. Eltern und Lehrer sollen diese Kenntnisse immer
wieder hervorheben, auch vor Anderen. Das gibt dem ADS-Kind die erfahrung, daß es nicht immer
nur das Schlußlicht ist.
- Viele ADS-Kinder haben Schwierigkeiten in der Kraftdosierung, verstärkt unter
emotionaler Belastung. Sie schreiben daher besonders schlecht, wenn sie schnell und
viel erledigen sollen. Dies läßt sich kaum ändern und sollte
niemals zu einem Notenabzug führen.
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